Der Gebäudebereich ist der größte Energieverbraucher

Eines ist klar: Eine wesentliche Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit der Energieversorgung ist die energetische Sanierung des Gebäudebestands. Mit einem Anteil von fast 40% ist er der größte Energieverbraucher, noch vor dem Verkehr und der Stromerzeugung. Und er ist bisher alles andere als energieeffizient. In Deutschland beispielsweise wurden 75% der Gebäude vor der 1. Wärmeschutzverordnung von 1977 (oder 1. Heizungsanlagenverordnung von 1978) errichtet, und sie sind bis heute kaum gedämmt. Weniger als 20% der 17,5 Millionen Heizungsanlagen befinden sich auf dem Stand der Technik. Im Durchschnitt werden Heizungen erst nach 25 Jahren ausgetauscht. Nach Berechnungen von Experten werden mindestens 30% mehr Energie verbraucht, als notwendig wäre.

 

Vielen Hauseigentümern ist durchaus bewusst, dass sie durch Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz ihrer Gebäude nicht nur zum Klimaschutz beitragen könnten, sondern vor allem Heizkosten sparen und den Wert ihrer Immobilien erhöhen. Trotzdem ist die energetische Sanierung des Gebäudebestands bisher kaum vorangekommen.

 

Quelle: Viessmann aktuell 43.Jahrgang 2011, Ausgabe 2, S. 2